Montag, 7. April 2014

Wann sollte INKLUSION beginnen?

Hallo meine Lieben.

Heute komme ich zu einem Thema, mit dem sich eigentlich die ganze Gesellschaft auseinandersetzen sollte. Und vor allem die Politiker! - Ja ich weiß, viele tun es schon.

INKLUSION

Was bedeutet Inklusion für mich?
- Für mich bedeutet Inklusion, dass man überall dabei sein kann und darf, also auch in Vereinen wo nur "Fußgänger" unterwegs sind. Man sollte NIRGENDS ausgeschlossen werden.
Daher halte ich auch nichts von Schulen wo man nur Behinderte hinschickt.

Wann sollte Inklusion beginnen?
- Ab dem Kindergarten beziehungsweise der Kinderbetreuung VOR der Schule.
Ich kann mich erinnern, dass jemand meinen Eltern geraten hatte, mich in den Kindergarten vom AVS zu tun, da dort alles Kinder mit einer Behinderung drin waren. ZU MEINEM VORTEIL haben sich meine Eltern dagegen entschieden und mich in einen Kindergarten mit "Fußgängern" gesteckt :D

War ich immer "inkludiert"?
- Meiner Meinung nach ja. Zumindest wenn es nach meiner Familie ging. Es gab auch 4 Jahre meines Lebens, wo mich die Schulleitung wehement nirgendwo dabei haben wollte!!! Ich glaube, ich habe in diesen 4 Jahren viel verloren. Aber im Grunde bin ich auf viele Menschen gestoßen, die mir alles ermöglicht haben. Eigentlich die Mehrheit der Personen die ich bisher kennengelernt habe. An dieser Stelle: DANKE

Wer sollte sich für Inklusion einsetzen?
- ALLE! Wenn die Mehrheit etwas ändern will, kann es auch wirklich funktionieren. Vor allem den Eltern von behinderten Kindern kann ich nur raten, dafür zu kämpfen, dass ihr Kind auf eine normale Schule kommt (Schule mit "Fußgängern"), denn die Eltern können am besten einschätzen ob ihr Kind das schaffen kann. Und für uns Menschen mit Behinderung ist es ein tolles Leben denn man ist den Umgang mit "Fußgängern" & anderen Behinderten gewöhnt.

INKLUSION in meinem Leben?
- Ich bin nun im 12. (& letzten) Schuljahr und war immer auf einer Schule mit "Fußgängern". Ich war ebenfalls in einem normalen Kindergarten und davor bei einer Tagesmutter wo auch andere Kinder waren. Auch diese Kinder hatten keine Behinderung.
Außerdem besuche ich seit meinem 7. Lebensjahr regelmäßig die Musikschule wo ich auch immer mit "Fußgänger" zu tun habe. Auch bei der Singwoche welche ich seit 4 Jahren besuche sind eigentlich nur "Fußgänger", außerdem ist dort nichteinmal die Barrierefreiheit gegeben und trotzdem funktioniert alles! Natürlich bin ich auch immer wieder mit anderen Behinderten in Kontakt.
Ich finde es so wie es ist toll. Ich bin einfach überall dabei und ich möchte, dass dies für alle Behinderten möglich wird!
Das letztere ist zwar derzeit noch ein Traum aber wer weiß was noch kommt?!?

-Laura

Kommentare:

  1. Ich stimme dir in allen Punkten zu. Gut geschrieben! :)

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  2. sehr klar und differenziert

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  3. Inklusion ist so eine Sache, bei der man mMn differenzieren muss.
    Körperliche Einschränkungen sind ein geringeres Problem, da kann man Hindernisse mit Umbauten oder helfenden Menschen relativ leicht überwinden.
    Es gibt aber Schüler, die können selbst in Klassengrößen von unter 10 Personen mit speziell geschulten Lehrern vielleicht 4 Schulstunden lang beschult werden. Wie sollen die in 30-Schüler-Klassen zurechtkommen, wo kein Lehrer auf sie speziell Rücksicht nehmen kann? Was ist mit Menschen, deren geistige Möglichkeiten für normalen Unterricht auf höheren Schulen einfach nicht reichen - sollen die daneben sitzen und nichts verstehen, nur um dabei zu sein?

    Inklusion ist eine gute Idee, und ein Rollstuhl sollte wirklich nicht den Ausschluss von einer normalen Schule bedeuten. Aber Sonderschulen haben m.E. ihre Berechtigung - nicht zum Abschieben, sondern als Möglichkeit, gezielt auf Schüler einzugehen, die kleinere Klassen, speziell geschulte Lehrer etc. brauchen, was eine normale Schule nicht leisten kann. Die Stärken normaler Schulen - wo es möglich ist - UND Sonderschulen - wo nötig - sollten genutzt werden, damit kein Schüler untergeht.
    Ich halte aber nichts davon, einfach aus Prinzip Sonderschulen abzuschaffen und als reinen Inklusions-Selbstzweck jeden Schüler in eine normale Klasse zu setzen, ob er dort etwas lernen kann oder nicht.

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    1. Hallo Annkathrin.
      Dein Argument ist gut! Trotzdem finde ich reine Sonderschulen NICHT gut da es auch jene Behinderte die du
      beschreibst verdient haben in die Gesellschaft miteinbezogen zu sein. Also daher sollten sie aufjedenfall auch mit gesunden Kindern Kontakt haben! & in einer reinen Sonderschule ist dies eben sehr schwierig.

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  4. Als Gehörlose sage ich: Inklusion ist wichtig. es wird einfach Zeit, dass auch Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichsn Leben teilhaben !!

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  5. Ich als Gehörloser Mensch sage, es wird Zeit, dass Menschen mit Behinderungen endlich am alltäglichen gesellschaftlichen Leben teilhaben. Und das ist möglich mit Inklusion !

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