Donnerstag, 2. November 2017

Assistenz, und kein Animateur - Assistance isn't an animator

Da Lychee ein Teil meines Lebens ist
ist sie auch auf jedem Bild ;)
Herzlich Willkommen!

Der Titel mag etwas verwirrend klingen, aber ich glaube, manche verstehen den Begriff Assistenz etwas falsch.
Eine persönliche Assistenz ersetzt unsere Arme und Beine, nicht aber unser Gehirn!
Persönliche Assistenz soll es ermöglichen, dass wir einen relativ normalen Alltag leben können.

Dinge, die wir aufgrund von unserem Handicap nicht alleine machen können, machen wir dann mit Hilfe von Assistenz.
Natürlich gibt es auch Menschen, die wollen, dass ihre AssistentInnen Ideen einbringen, was man denn so in der Freizeit machen könnte. Ist ja auch ganz nett und ich frage meine Assistentinnen auch oft "Was könnten wir bei diesem schönen Wetter machen?", aber das heißt nicht, dass die Assistentinnen darüber entscheiden können, was wir machen. Immerhin ist es mein Leben!

Manche verstehen den Job einfach falsch. Sie glauben, dass sie nur zu einem nach Hause kommen damit man nicht so alleine ist. Damit man jemanden zum reden hat.
Sorry, aber wir haben schon Freunde!

Nicht nur ich musste diese Erfahrung machen - sondern auch Freunde von mir die persönliche Assistenz haben.

Ich beziehe meine Assistentinnen in meinen Alltag mit ein. Treffe ich mich mit Freunden, nehm ich sie mit. Gehe ich zu einem Meeting, nehm ich sie mit. Gehe ich einkaufen, nehm ich sie mit - und sie dürfen dann auch gerne für sich shoppen! Ich finde man muss sich mit seinen Assistentinnen gut verstehen damit das harmoniert. Ich traue mich zu behaupten, dass alle meine Assistentinnen aktuell auch Freunde von mir sind! Viele haben überhaupt erst angefangen bei mir zu arbeiten als wir uns schon einige Zeit lang kannten.

Natürlich tauscht man sich aus, aber es geht einfach nicht, dass sie sich in Dinge einmischen, wo sich nicht einmal die allerbesten Freunde einmischen würden!
Und es passt auch nicht, wenn die Assistentinnen bestimmen, was man heute macht. Dann läuft nämlich irgendwas falsch!


I think I have been writing about this topic before, but not so clearly I guess!

What I would like to say with this blogpost is: I do think that it is really important that you and your personal assistance are kind of friends and that you have a good relationship.
Lychee is part of me, that is why she is on each picture
However, you are the boss. And your personal assistance should help you when you would like to do something, like meeting friends or anything else.
But it is not ok if your assistance is planning your day!

Of course I sometimes do ask my assistance what we could do today, that is no problem. But your personal assistance shouldn't be like: Ok, today I would like to play cards with you, then cook for you, afterwards we take a shower ..

That's not how personal assistance works because personal assistance isn't an animator!


-Laura

Freitag, 6. Oktober 2017

Es ist nicht gut - It isn‘t good

Hallo & Welcome back.

Ich berichte euch oft von den schönen Dingen im Leben! Von Reisen, Erlebnissen und vielem mehr.
Doch ganz ehrlich: auch bei mir ist nicht immer alles gut.

Hätte ich Lychee zur Zeit nicht, würde ich das Haus alleine wohl gar nicht mehr verlassen. Doch Lychee muss raus und sie ist eine ganz ganz große Stütze.

Wer mir auf Instagram folgt hat vielleicht gemerkt, dass in meiner Story schon lange nicht mehr das Wort „Work“ oder „Arbeit“ vorkam. Das hat auch einen Grund: ich habe gekündigt.
Dabei war das Thema und die Idee so toll, aber ich konnte einfach nicht mehr das geben, was ich gerne gegeben hätte.

Neben der Uni zu arbeiten, zu Therapien zu gehen und einen Hund auszubilden ist alles andere als einfach. Erst Recht dann, wenn manche Menschen denen man fast täglich begegnet versuchen, einem das Leben noch schwerer zu machen!
Ich bin müde. Sehr müde. Manchmal schlafe ich gut. Manchmal schlecht. Und trotzdem weiß ich: es wird besser!
Und was ich auch weiß: Uni und Arbeiten wenn man ein Handicap hat ist kaum möglich! Man braucht nunmal mehr Pausen. Ich konzentriere mich jetzt auf eines der beiden Dinge; und dann werde ich sehen, wohin mich die Zukunft bringt :)

Etwas möchte ich aber noch loswerden: nur weil euer Leben grad nicht nach Plan läift müsst ihr das nicht an anderen auslassen ;)
Darüber zu reden ist wichtig! Aber andere dann zu mobben ist nicht ok..


I love to write about the great things in life. Trips I make, Events I visit and all those beautiful things! However, not everything is great. Neither in my life.

If I wouldn‘t have Lychee right now I wouldn‘t go out anymore I guess. But she has to go potty and she gives me a lot of strength.

Whoever follows me on Instagram may have recognised that the word „Work“ is missing in my Story  since a few weeks. That is because I quit my job.
I really liked the idea of the Start-Up I was working for, but I couldn‘t give what i wanted to give anymore.

Working next to University, going to Therapy amd teaching a dog to become an Assistancedog is a lot. It is not easy. Especially not when People whom you see almost every day try to make your life even harder!
I am really tired. Sometimes I sleep well, sometimes I don‘t. However I do know: it will be better soon!
And what I also know is: Going to University and Working is probably too hard for a lot of people with a disability! Usually those people do need more breaks. I concentrate on one of those things now and will see where the future will take me :)

I still want to add something: just because your life isn‘t going as it has been planned you don‘t need to ruin the life of others ;)
It is important to talk about it! But don‘t bully others..


- Laura

Sonntag, 1. Oktober 2017

Barcelona

Hallo & Welcome back.

Ich war in Barcelona!
Vor einigen Jahren war ich in Mallorca, und damals mussten wir in Barcelona umsteigen. Ich fand ja den Flughafen damals schon so toll und wollte unbedingt die Stadt selbst auch mal sehen.

Heuer war es dann endlich so weit!
Aber warum genau heuer?
Ja, ich möchte euch das jetzt einfach kurz erzählen da die ganzen Geschehnisse auch nicht an mir vorbeigehen. Eigentlich möchte ich wieder einmal nach London. Aber als wir heuer überlegt hatten, wo wir hinfahren könnten, war uns London einfach ein Dorn im Auge. Zu gefährlich. Zu viele grausame Geschehnisse. Wir können die Stadt ja auch nächstes Jahr wieder besuchen.
Dann haben wir uns für den Süden beziehungsweise Barcelona entschieden, weil uns das sicher vorkam - zumindest mir.
Nun, als ich dann wenige Wochen vorm Urlaub von dem Terroranschlag in Barcelona erfuhr, war ich erstmal geschockt. Irgendwie war ich sauer, traurig, einfach alles zur selben Zeit.
Ich wollte trotzdem nach Barcelona! Aber ich dachte auch: warum jetzt auch noch dort? Wo sind wir überhaupt noch sicher?

Ich bin jetzt aber überglücklich, Barcelona besucht zu haben. Es ist eine wunderschöne Stadt wo man auch mit dem Rollstuhl gut klar kommt.
Es gibt online einen U-Bahnplan der anzeigt, welche Stationen NICHT barrierefrei sind. Und auch beim Strand gibt es einen barrierefreien Zugang, sowie Strandrollstühle.
Bei den einzelnen Geschäften gibt es sehr oft Rampen - viele wurden im Nachhinein angebracht.

Trotz allem - und obwohl ich viele E-Rollifahrer gesehen habe - würde ich die Stadt eher mit dem Aktivrollstuhl besuchen. Viele Geschäfte und auch Lifte sowie U-Bahnzugänge sind einfach zu schmal für einen E-Rollstuhl. Wobei es natürlich Möglichkeiten gibt das alles zu umgehen!

Der Urlaub war sehr schön und auch das Wetter ganz OK.
Die Stadt Barcelona ist einfach schön. Egal ob es regnet oder die Sonne scheint. Mir hat es gut gefallen und ich würde dort gerne mal einen Sommerurlaub verbringen - denn der Strand war auch barrierefrei.
Außerdem sind in Barcelona so viele Hunde! Vielleicht kann ich ja einmal mit Lychee hin :)







I visited Barcelona!
I have been to Mallorca already some years ago. When we went there we had to wait some hours on the airport of Barcelona. Already back then I said "I really want to visit this city".

This year my dream came true.
But why this year? Well, I would like to tell you a story. I really would like to go to London again. However, this year I was too scared to go there. So I decided to visit another place. Going to Barcelona felt great until everything happened a few weeks ago .. When I saw the sad News I was not feeling good.
However I still wanted to visit this city! But I still asked myself: Why now? Why Barcelona? Why are they doing this and where are we still safe?

Now I am truly happy that I went to Barcelona! The city and its Beach is so beautifull.
Online you can find a metro-plan which is showing you which Stations are NOT ACCESSIBLE.
And even the beach is accessible. They have special water-wheelchairs and all that stuff.

However - and even though I have seen a lot of electronical wheelchair drivers in the city - I would visit this city again with my wheelchair in which I have to be pushed. A lot of areas are just too small for a big wheelchair. 

The vacation has been great and the weather was OK.
The city is beautiful. Doesn't matter if it is raining or not. I really enjoyed being there and would like to go there again for a summerholiday because even the beach is accessible.
And you can find a lot of dogs in Barcelona! Maybe I can take Lychee there too :)

-Laura